Die Ausstellung "Heute roth, morgen todt" basiert auf den Aktivitäten von rund 30 Studierenden der Projektseminare "Literarische Sterbekultur des Mittelalters" und "Das Wortfeld 'sterben' diachron" geleitet von Prof. Wernfried Hofmeister. Unterstützt wird sie von der Grazer Stadtpfarre zum Heiligen Blut.
Heute roth, morgen todt: Dieses alte Sprichwort, das – der 'schönsten Jahreszeit' zum Trotz – seit alten Zeiten vor dem immer und überall lauernden Tod warnen will, wendet sich an ein interessiertes Publikum und lädt dieses zu einer kurzen Besinnung ein.
Das organische Ineinandergreifen von literarhistorischen und sprachkundlichen Informationen über 'unsere' Sterbe-Erfahrungen gilt einem ungeahnten kulturellen Reichtum. Als Verknüpfung zwischen beiden Ausstellungsteilen dienen impulsartige Markierungen von 'Resonanzfeldern' unserer modernen Gesellschaft, zu denen u.a. die aktuellen Debatten rund um Euthanasie, Hospizbewegung, Sterbekarenz, Leben nach dem Tod, Selbstmord, Palliativmedizin oder Trauerarbeit zählen.